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Die Suche des Admiral

Vizeadmiral Stocker beobachtete aus dem Bereitschaftsraum die immer kleiner werdende Starbase und war immer noch fasziniert vom Anblick seiner Wahlheimat. Die Starbase 203 gehörte zu den älteren Einrichtungen der Ournal Klasse und hatte in den letzten Jahren einiges durchgemacht. Einen Korrupten Admiral als Führungsoffizier der Base, welcher sich als Verräter und Handlanger einer bisher unbekannten Rasse herausstellte. Die Base war Dreh- und Angelpunkt einer Verschwörung innerhalb der Föderation, was zu einem Anschlag auf die Mondkolonie New Berlin führte und diese vollständig zerstörte. Die Invasion einer fremden Macht aus einem bisher unbekannten Teil des Universums mit einem Transport System, welches die Wissenschaftler noch immer nicht verstanden haben. Ganz zu schweigen das Rätsel, wie die Station überleben konnte als Icoram 4, der Planet in dessen Orbit die Starbase 203 liegt, explodierte und die Station dabei nur wenig Schaden nahm.

Von vielen Offizieren und Besuchern wurden diese Stationen aufgrund ihrer Bauart auch gerne als „Pilzbasen“ bezeichnet. Eine durchaus passende Bezeichnung, dachte Stocker und wandte sich vom Fenster ab, als sein Schiff auf Warpgeschwindigkeit beschleunigte. Er setzte sich an den Schreibtisch und betrachtet die verschiedenen Padds mit Personalanforderungen, Versetzungsanträgen und Routineberichten. Admiral zu sein hat schon seine Vorteile, dachte Stocker und konnte sich ein lächeln nur scher verkneifen, wenn da nicht die ganze Bürokratie wäre.

Der Türsummer erklang.

„Herein.“ Sagte Stocker und griff nach dem ersten Padd und überflog die Personalliste. Commander Cathrine Sanders betrat den Bereitschaftsraum und begann wie immer sofort mit einem Statusbericht.

„Wir haben den Asteroidenkorridor verlassen und sind auf dem Weg zur Erde. Sir.“ Sagte die Frau und ruhigem Ton. Wenn er es nicht besser wüsste, könnte man meinen Commander Sanders wäre Vulkanierin. Immer Sachlich und möglichst ohne jegliche Gefühlsregung gab Sie ihre Berichte ab. Das machte Sie auch zu einem so guten ersten Offizier, führte aber auch hin und wieder zu Spannungen mit anderen Offizieren. In Krisensituation bewahrte sie immer ein Ruhigen Kopf, bewertet jede Situation anhand aller verfügbaren Information und trifft dann ihre Entscheidung. Im Gegensatz zu einem Vulkanier hingegen, fließen bei ihr auch Gefühle, Moral und persönliche Bindungen in Ihre Entscheidungen ein. Er vertraute Ihr jederzeit sein Leben an und hatte es nie bereut.

„Scheint alles gut gelaufen zu sein.“ begann Stocker, legte das Padd beiseite und schaut zu Ihr auf. Sie war eine hochgewachsene attraktive junge Frau Anfang Dreißig. Die langen kastanienbraunen Haare zu einer perfekten Steckfrisur gemacht bei der keine Strähne an der falschen Stelle saß. Selbst die Uniform wählte Sie immer in der männlichen Schnittfassung und nicht der Figur betonteren Version für Frauen. Cathrine Sanders versucht immer durch Kompetenz zu glänzen und nicht durch Weiblichkeit.

„Ja Sir. Der neue CONN Offizier hat das Manöver gut durchgeführt.“ berichtete Commander Sanders und warf einen Blick auf die Padds. Sie schweig.

„Commander?“ fragte der Admiral und sah sie dabei direkt an. Ihr lag eindeutig etwas auf der Zunge, das wusste Stocker nur zu gut. Aber er fragte sich, warum sie zögerte.

„Darf ich offen sprechen Sir?“

„Selbst wenn ich nein sage, hat es Sie bisher nie abgehalten es doch zu tun.“ Sagte Stocker und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Reden Sie schon.“

Sie suchte offensichtlich nach den richtigen Worten und sagte schließlich: „Sind Sie sich sicher, dass es Klug ist Ihn zurück zu holen?“ Stocker lehnte sich in seinem Stuhl zurück und musterte Sie eingehen. Da lag also das Problem, dachte er und fragte sich ob er sie später an Bord lassen sollte.

„Wenn ich ehrlich sein soll.“ begann Stocker. „Ich weiß es nicht.“ Er legte das Padd zurück auf den Schreibtisch und stand auf. „Ich habe Ihn seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen.“ Stocker ging zum Replikator und bestellte zwei große Tassen heißen Kaffees. „Setzen Sie sich Commander.“ murmelte Stocker, als er Ihr eine Tasse reichte und auf die kleine Sitzgruppe im Bereitschaftsraum deutete. Sie machte es sich bequem, nippte an ihrer Tasse und hörte zu.

„Sie waren an Bord der Challenger und kennen die Ereignisse um Icoram 4.“ Setzte Stocker an. Sie nickte. „Dann kennen Sie auch die Liste der vermissten Offiziere und Zivilisten.“

„Ich habe meine Schwester verloren.“ murmelte Sie in Ihre Tasse.

„Dann sollte Ihnen das Gefühl ja nicht fremd sein.“ antwortete Stocker schärfer als beabsichtig. „Er hat die gesamte Familie verloren. Frau und drei Kinder.“ Cathrine sah überrascht auf. „Das wusste ich nicht.“

„In den Akten heißt es nur, dass er Aufgrund von Fahrlässigkeit für die Invasion verantwortlich gewesen sein. Das er Vorschriften verletzte und schließlich Meuterte.“ brummte Stocker und nahm einen großen Schluck aus der Tasse. „Alles Blödsinn. Was glauben Sie geht in einem Offizier vor, der zusehen muss wie das Schiff auf dem sich der Lebenspartner befindet ‚vermeintlich‘ Explodiert. Nur um anschließend noch zu erfahren, das die Evakuierungsschiffe mit den Kindern an Bord nie Ihr Ziel erreicht haben und verschwunden sind. Bis Heute.“ Commander Sanders schweig und senkte die Blick.

„Das geht nicht spurlos an einem vorbei.“ Setzte Stocker fort. „Das Problem ist nur, dass er so unglaublich Stur ist. Ging auf eigene Faust auf die Suche. Niemand glaubte Ihm, als er angebliche Beweise präsentierte. Irgendwann zweifelte sogar ich an Ihm.“

„Was hat sich geändert?“ platzte es aus Ihr heraus.

„Es gibt ein paar Dinge, die er erfahren muss.“ sagte Stocker und nahm noch einen Schluck aus der Tasse. Sie schaute Ihn fragend an, sagte aber nichts als Stocker aufstand und zum Schreibtisch zurückkehrte.

„Geben Sie mir bescheid, wenn wir in den Erdorbit eintreten. Sie werden mich begleiten wenn wir Captain O’Seal besuchen. Im Anschluss werden Sie sich an der Akademie nach neuen Offizieren umsehen. Die U.S.S. Midway braucht noch ein paar Offiziere.“ Stocker nahm ein Padd aus dem Stapel und reichte es seinem ersten Offizier. Commander Sanders erhob sich schnell vom Sofa und nahm das Padd entgegen. „Ja Sir.“ bestätigte Sie und ging zur Tür.

„Cathrin.“ sagte Stocker schmunzelnd. „Die Tasse können Sie hier lassen.“

[—- OFFPLAY —-]

Ja, ihr lest richtig.

Wir sind wieder da!

Das IRC Rollenspiel „STARBASE 203“ ist wieder aktiv.

Nach fast 5 Jahren Abwesenheit bin ich als Spielleiter und Autor der Geschichten wieder am Start. Auch Zwei Spieler der alten Gruppe sind wieder mit dabei, oder sollte ich eher sagen das die zwei mich überredet haben wieder aktiv zu werden? 😀

Wie auch immer. 😀

Wir spielen aktuell am 1. und 3. Sonntag eines Monats und suchen noch Spieler!

Gerne Rückkehrer aber auch unerfahrener Rollenspieler sind uns Willkommen. Wir spielen auf einem eigenen IRC (also Chat) Server, können neben Facebook auch eine Homepage und ein Forum sowie Discord bieten.

Wer also Lust hat sich in die STAR TREK Welt zu begeben und zweimal im Monat für ca. 2 Stunden ein schönes Rollenspiel zu erleben, kann sich gerne melden.

Das Rollenspiel ist in der STAR TREK Timeline von TNG (nach Nemesis) beheimatet. Die JJ Filme und auch Discovery werden dabei nicht berücksichtig. Aber mehr erfahrt ihr beim Spiel….

Also meldet Euch gerne bei uns.

Gruß

Stefan

Geschichte

Der Sektor 203 ist ein kleiner Sektor am Rande der Föderationsgrenzen. Weit entfernt von den politischen Grenzen zu den Romulanern oder Klingonen. Der nächste bedeutende Außenposten ist Bajor, aber auch nur bei einer Reisezeit von mehreren Wochen. Wer hierher versetzt wurde hatte nicht mehr viel zu tun. Während des Dominion Krieges war der Sektor 203 eine Sammelpunkt für Flüchtlinge geworden und diente der Föderation als Sprungbrett in Richtung Cardassia. Das Dominion war einzig an einer Expansion in Richtung Erde interessiert und entfernte sich mit jedem Tag mehr vom Sektor 203.

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Noch vor Beginn des Dominionkrieges bekam der kommandierende Offizier der Starbase, Konteradmiral Vincent Donovan McMahon, die Aufgabe ein neues Schiff zu entwickeln welches die schwerfälligen Schiffe der Galaxie-Klasse ablösen sollte. Das Projekt wurde immer wieder verzögert und durch den Dominionkrieg seitens der Föderation vorübergehend stillgelegt.

In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde beim Oberkommando der Sternenflotte der Sektor 203 auffällig. Unzählige Versetzungen, Unfälle (zumeist tödlich) und wiederholte Berichte von verschwundenem Equipment häuften sich, so dass vom Oberkommando Ermittlungen eingeleitet wurden.
Vor dem Ende der Ermittlungen entpuppte sich Konteradmiral McMahon als Verräter und verließ mit einem Großteil der Führungsoffiziere die Starbase. Die Pläne, sowie den Prototypen des neuentwickelten Schiffes nahm McMahon mit und tauchte unter. Er hatte die Entwicklung des Schiffes ohne Zustimmung der Föderation fortgeführt.

Um den Sektor nicht ohne Führung zu belassen wurde Vizeadmiral Shawn Stocker als Sektorkommandant eingesetzt. Da Admiral Stocker die Ermittlungen gegen McMahon leitete und daher mit der USS Antares ständig auf der Suche nach McMahon war, holte er Lt.-Cmdr. Steven O’Seal in den aktiven Dienst zurück und setzte diesen als kommandierenden Offizier der Starbase ein. Der nun zum Commander beförderte Steven O’Seal war erst wenige Monate zuvor aus der Sternenflotte ausgetreten um sich mehr der Familie zu widmen. Nun leitete er die Starbase 203 und war mit der Aufgabe betraut die von Korruption und Misstrauen zerfressene Station neu aufzubauen.

In dieser Phase des Wiederaufbaus machte McMahon mit kleineren Angriffen auf die Starbase und Föderationskonvois auf sich aufmerksam. Der größte Triumph den McMahon erreichte war die Kaperung der USS Challenger. Genaue Bereichte hierzu unterliegen der Geheimhaltung, doch hinter vorgehaltener Hand wird darüber berichtet, dass McMahon eine Flotte von Abtrünnigen und Freibeuter um sich geschart hat und nun seinen Ruhm auf der anderen Seite des Gesetzes sucht.

Der Verrat von McMahon hatte viele Offiziere der Starbase 203 überrascht. Einige konnten dem Vorwurf der Korruption und des Verrats keinen Glauben schenken, da sie McMahon blind vertraut hatten.

Im Jahre 2385, zwei Jahre nach der Übernahme des Kommandos über die Starbase 203, hatte Commander Steven O’Seal die Starbase 203 in einen gut frequentierten Handelshafen der Region verwandelt. Doch der Schatten von McMahons Verrat lastete noch immer auf dem Sektor 203. Eine neue Gruppe die sich selbst als das „Silvius Syndikat“ bezeichnen, treibt in dem Sektor ihr Unwesen und belästigen Reisende und Händler aller Rassen. Kleinere Überfälle waren an der Tagesordnung. Ob und in welchem Zusammenhang diese Gruppe mit McMahon steht ist bis jetzt nicht geklärt.

Die Suche nach Admiral McMahon machte keine nennenswerten Fortschritte, zumindest offiziell. Seit Monaten ist die Raumwerft Atlantis in der Nähe der Starbase 203 abgeschottet worden. Niemand darf sich der Werft nähern.

Gerüchten auf der Station zufolge gibt es jedoch Hinweise auf den Aufenthaltsort von McMahon und seinen Piraten. Der Sektor 553, der zu 95 % aus einem Nebel besteht und daher kaum erforscht wurde, soll als Stützpunkt McMahons dienen. Schiffe die in diesen Sektor geflogen sind, wurden nie wieder gesehen. Von offizieller Seite wird dies jedoch bestritten. Dennoch wird die Starbase 203 scheinbar aufgerüstet und das zivile Personal der Station reduziert.

Doch was genau passiert, kann keiner sagen…